Bericht zum Sänger- und Musikanten Hoagart 2019

im Heimathaus Chieming

Mit G´schicht´n  und Volksmusik ins neue Jahr

Trotz des unwirtlichen Wetters hatten sich zahlreiche „Zualoser“ zum alljährlichen Sänger-und Musikantenhoagart des Freundeskreises Heimathaus im Gewölbesaal des Heimathauses in Chieming eingefunden. Bärbel Baumgartner und Lisbeth Genghammer hatten gemeinsam die Sänger und Musikanten des Abends eingeladen und das Programm zusammengestellt. In Küche und Schenke sorgten fleissige  Helferinnen und Helfer für das leibliche Wohl. Der Vorstand des Freundeskreises, Ortsheimatpfleger Hubert Steiner eröffnete den Hoagart mit dem althergebrachten Neujahrswunsch „An Gsund, an Reim und an Fried“ und vertrieb die bösen Geister der Rauhnächte mit einem Räucherkessel und einem Drudenzeichen. Die Familienmusik Baumgartner mit den Eltern Hannes und Bärbel und den Söhnen Markus und Lukas spielten mit zwei Klarinetten, Baßklarinette und Flügelhorn zu Beginn Jodler und Weisen auf, gefolgt vom Trio Sepp Bichler(Akkordeon), Christian Leidl(Zither) und Lisbeth Genghammer(Gitarre)mit selbergstrickten Stückln. Die Vogelauer Sänger mit Franz Lindner, Marianne Gasser und Albert und Angelika Reichenberger schlossen sich an und erfreuten die Zuhörer im Lauf des Abends mit frischen Wildschützenliedern und Gstanzln. Die jungen Musikanten der Gruppe Holz-Knopf-Blech spielten mit Flügelhorn, Baßflügelhorn, Klarinette, diatonischer Ziach und Gitarre rassig auf. Fein aufeinander abgestimmt ließ sich der Familiengesang Hogger mit Mutter Elisabeth und den Töchtern Katharina und Elisabeth mit besinnlichen und lustigen Liedern hören. Zwischen den im Wechsel auftretenden Musikanten erzählte Hubert Steiner Gschichtn aus der Geschichte, so die Legende der Salzburger Stierwascher. Der Erzbischof Matthäus Lang und sein Vertrauter, der Chieminger Hofmarksherr Nicolaus Riebeisen hatten sich im Jahr 1525 vor aufständischen Bauern auf die Burg Hohensalzburg geflüchtet und während der Belagerung den letzten Stier immer wieder neu angemalt, die Farbe abgewaschen und den Belagerern vorgeführt, um über den Mangel an Schlachtvieh hinwegzutäuschen. Tatsächlich hatte der Hofmarksherr Riebeisen aber den Landsknechtsführer Georg von Frundsberg mit einer großen Summe Bargeld angeheuert, um die Bauern zu vertreiben. Am Ende des Hoagarts kamen die Zuhörer der Aufforderung nach, mit Begleitung durch die Musikanten gemeinsam das Lied „A ganze Weil ham ma gsunga, a ganze Weil ham ma gspuit“ zu singen. Mit einigen Zugaben klang ein schöner Abend mit echter Volksmusik aus.
D.Endlicher

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